KALT-/HEISSNEBEL  
Das Nebelverfahren ist besonders geeignet für große und hohe Räume; z. B. beim Vorratsschutz. Es ist bequem und zeitsparend. Je nach Präparat ist keine oder nur eine mäßige Langzeitwirkung zu erwarten.
Heißnebel sind außerordentlich dicht, weiß und eindrucksvoll.
Kaltnebel sind unauffälliger, aber ebenso effektiv.
Geeignete Geräte:
Kaltnebel = turbo-sprayer, Heißnebel = IGEBA u. a.
KALTNEBEL Detmolin F
  GreenRange KN Bio
  Detmol-vap
HEISSNEBEL FOG 1
  FOG 5
  Detmol-vap
  GreenRange HN Bio

Kaltnebeln
Hierbei werden gebrauchsfertige Nebelmittel mit speziellen Geräten wie dem turbo-sprayer fein zerstäubt. Der starke Luftstrom des Gerätes verteilt den Nebel im Raum. Die Tröpfchen – und besonders die Wirkstoffdämpfe bei Dichlorvos – dringen bis in die Schlupfwinkel versteckter Schädlinge vor. Befallsschwerpunkte können aus kurzer Distanz angesprüht werden. Vor der Verneblung sind Fenster, Türen usw. zu schließen, Klima- und Belüftungseinrichtungen sowie Rauchmelder abzustellen. 4 - 6 Stunden nach der Bekämpfung können die Räume gelüftet werden.

Die ultrafeinen Tröpfchen schweben lange und töten alle erreichbaren Insekten (tief im Nährsubstrat lebende Schädlinge werden jedoch vom Nebel nicht erfaßt).

Die schnelle Vermehrung der Schadinsekten erfordert sofortige Maßnahmen. Sie sollten erfolgen, bevor es zu Kopulation und Eiablage kommt. Dann wird der Entwicklungszyklus durchbrochen und der Befall beseitigt.

Der Aufwand ist gering.

Die in den Produktinformationen genannten Dosierungen entsprechen den BVL-Zulassungsbestimmungen. Es handelt sich um Maximaldosierungen. Sie gewährleisten den anvisierten Bekämpfungserfolg auch bei widrigen Verhältnissen.

Je nach Schädlingsart, -alter, -stadium, -anzahl, Ausdehnung des Befalls, Raumart, -nutzung, -klima, -beschaffenheit, Häufigkeit der Bekämpfungsmaßnahmen usw. reichen erfahrungsgemäß oft wesentlich geringere Mengen.

Die meisten Biozide wirken durch Kontakt, d. h. wenn Schädlinge damit in Berührung kommen.

Anders ist das bei Dichlorvos. Hier kommt die Wirkung über die Atemwege hinzu, die viel bedeutsamer ist. Dichlorvos hat einen hohen Dampfdruck und ist leicht flüchtig. Schon während der Verneblung wird es in die Gasphase überführt.

Dämpfe/Gase verteilen sich in dem behandelten Raum bis zum Konzentrationsausgleich.

Das prädestiniert Detmolin F zur automatischen Verneblung. Selbst große Räume können von einer Stelle aus, d. h. mit einem turbo-sprayer, in kurzer Zeit behandelt werden – ohne Anwesenheit von Bedienungspersonal.

Detmolin- und GreenRange-Nebelpräparate enthalten keine persistenten Wirkstoffe. Es bleiben keine bedenklichen Rückstände. Wegen des raschen Abbaus der Wirkstoffe (Pyrethrum durch Photolyse, Dichlorvos durch Hydrolyse und enzymatische Vorgänge) gibt es bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung kein Höchstmengenproblem und für das Betriebspersonal kein Gesundheitsrisiko.

Beim Zerstäuben von Detmolin- und GreenRange-Nebelpräparaten entsteht ein Aerosol.

So nennt man »trockene« Nebel, deren Tröpfchen nicht größer als 50 μm sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 100 μm stark.

Der Zerstäubungsgrad ist von entscheidender Bedeutung. Gewöhnliche Sprühgeräte liefern Tropfen mit etwa 600 μm.

Aus der Masse nur eines solchen Tropfens entstehen beim Vernebeln mit Spezialgeräten z. B. 27.000 Partikel mit 20 μm oder 216.000 mit 10 μm.

Aus nur 1 Gramm Detmolin entstehen über 250 Millionen Aerosolpartikel. Pro Sekunde schießen also Milliarden insektizider Nebeltröpfchen in den Raum!

Jeder Nebel ist polydispers, besteht also aus Partikeln unterschiedlicher Größe. Bei Detmolin-Nebel ist jedoch das Partikelspektrum relativ eng; es umfaßt im wesentlichen Tröpfchen der optimalen Größenordnung zwischen 2 μm und 30 μm. Ebenso bei GreenRange KN Bio.

Heissnebeln
FOG-Nebellösungen werden mit besonderen Heißnebelgeräten ausgebracht. Dabei entsteht durch Verdampfung und anschließende Kondensation ein dichter, weißer und sehr auffälliger Nebel. Die Konvektionsströme der Raumluft sorgen für gleichmäßige Verteilung. Nach außen führende Öffnungen sind vor der Anwendung gut abzudichten und Rauchmelder sowie Belüftungs- und Klimaanlagen abzustellen. Gelüftet wird nach 4 - 6 Stunden Einwirkungszeit. Dies trifft auch auf unseren Pyrethrum-Nebel GreenRange HN Bio zu.